Dour Festival 2017

#DOUR17
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Über das Dour Festival

Das Dour Festival wurde im Jahre 1989 von Carlo Di Antonio gegründet und ist heute das größte Musik- und Tourismus-Event im französischsprachigen Teil Belgiens. Für an die 230.000 Musikliebhaber kreiert das Dour Festival seit 28 Jahren einen schmackhaften und qualitativen Cocktail aus einzigartigem Line-up und Party-Stimmung: Hier könnt ihr neue musikalische Entdeckungen machen, eure Lieblingsbands live erleben, werdet kulinarisch mit Spezialitäten aus aller Welt und den besten Biersorten Belgiens versorgt und trefft zugleich auf ein internationales Publikum aus Belgien aber auch aus Deutschland, Frankreich, England und Holland.

Unter dem Motto „5 Tage Liebe und Musik“ findet das Festival zum nächsten Mal vom 12. bis 16. Juli 2017 statt. Und weil wir uns jedes Jahr verbessern wollen, haben wir das Festivalgelände neu durchdacht: Die Musik spielt darunter 2 große Freiluftbühnen und 7 Zelte. Für eure Unterkunft gibt es ein riesiges und vor allem komfortables Camping-Gelände.

Unnützes Wissen: Hier schreit man nicht HELGA, sondern DOUREEE!

DOUR UND SEINE GESCHICHTE

Dour ist eine französischsprachige Gemeinde Belgiens, die in der Region Wallonien in der Provinz Hennegau liegt.

Die Geschichte Dours und der umliegenden Industrielandschaft Borinage ist eng mit dem Kohlebergbau verbunden. Die Gemeinde Dour wurde im XV. Jahrhundert gegründet. Nach einer unkontrollierten Periode des Kohleabbaus aus dem Kohleflöz, der den Boden zum Vorschein brachte, kamen im XVIII. Jahrhundert Dampfmaschinen, auch Feuermaschinen genannt, zum Einsatz, die es ermöglichten, zu den tiefsten Ablagerungen zu gelangen. Im XIX. Jahrhundert war das Borinage das größte Steinkohlebecken Europas und belieferte die Weltgroßmächte.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Region von sozialen Krisen geschüttelt. Viele Bergarbeiter geben ihren Beruf auf, die Minen beschäftigen ausländische Arbeitskräfte aus dem Mittelmeerraum. Im Jahre 1951 unterzeichnet Belgien das Kohle- und Stahl-Abkommen der Europäischen Gemeinschaft. Dies führt zur Öffnung der Grenzen, der Kohlepreis sinkt und die Krise des Borinage verschärft sich. Eine Mine nach der anderen wird geschlossen, die Natur übernimmt die Oberhand und verwandelt diese ehemaligen Minen in kleine Naturreservate.

Im Jahre 1988 wird die Dourer Berghalde von der Gemeinde Boussu aufgekauft und zum Abbau an Ryan Europe verkauft. Bei den ehemaligen Bergarbeitern und den jungen Einwohnern der Gemeinde hebt sich Widerstand. Sie sehen ihren geliebten Spielplatz in Gefahr. Nach zahlreichen Protesten und Hungerstreiks schaffen sie es, die von den Dourern am meisten geschätzten Gebiete, wie etwa die Sümpfe und die heißen Quellen zu erhalten.

Im Jahr darauf wird das Dour Festival auf der sogenannten Feuermaschinen-Ebene (frz. Plaine de la Machine à Feu) gegründet.